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Im Austausch für gelingende Übergänge und starke Sozialräume

Die Themen dieses Newsletters
  1. Start der Online- Veranstaltungsreihe zum Thema Übergangsmanagement

  2. Fachtagung UN-Konventionell 2026


Liebe Leserinnen und Leser,

unsere neue Veranstaltungsreihe zum Übergangsmanagement ist erfolgreich gestartet! Der Auftakt hat gezeigt, wie wertvoll der gemeinsame Austausch zu diesem Thema ist. In diesem Newsletter werfen wir einen kurzen Blick auf die Inhalte der ersten Veranstaltung und geben einen Ausblick auf die folgenden Termine der Reihe. Am 30. Juni geht es nämlich schon weiter.

Außerdem gibt es spannende Neuigkeiten zu unserer Fachtagung "Inklusion benötigt mehr als einen Weg - Persönlichkeitsentwicklung im Sozialraum" am 10. und 11.11.2026 in Hamburg, die wir bereits vor einiger Zeit angekündigt haben: Das Programm steht und ab sofort kannst Du Dich anmelden. Alle wichtigen Informationen dazu findest Du weiter unten.

Viel Spaß beim Lesen!


Start der Online- Veranstaltungsreihe zum Thema Übergangsmanagement

Unter dem Titel "Chancen starten hier: Zugänge schaffen, Klarheit gewinnen, Netzwerke aktiv nutzen" fand das erste Forum unserer Online-Veranstaltungsreihe zum Übergangsmanagement statt.

Gemeinsam mit Referentin Marilena Krieger (Leitung INklusiv! Gemeinsam arbeiten der Mainfränkische Werkstätten) und zahlreichen Teilnehmenden aus der Eingliederungshilfe, beruflichen Teilhabe sowie erfahrene Praktiker wurde praxisnah diskutiert, wie gelingende Übergänge in Arbeit gestaltet werden können.


Klärungsphase als Schlüssel im Übergangsmanagement

Ein zentraler Schwerpunkt des Erfahrungsberichtes von Frau Krieger lag auf der Klärungsphase im Übergangsmanagement, die maßgeblich durch Teilhabeberatung und -begleitung bei den Mainfränkischen Werkstätten geprägt ist.

Als Praxiserfahrene Teilhabeverantwortliche betonte sie die Bedeutung einer ergebnisoffenen Beratung, bei der die individuellen Wünsche, Fähigkeiten und Perspektiven der Menschen mit Behinderung im Vordergrund stehen.

Die Klärung erfolgt dabei stets am Teilhabebereich orientiert und umfasst insbesondere:

    •   die Auseinandersetzung mit persönlichen Ressourcen und Interessen
    •   die Entwicklung einer beruflichen Zukunftsplanung
    •   das gemeinsame Erarbeiten realistischer und zugleich perspektivischer Ziele

Wichtig ist dabei, dass der Prozess nicht vorgegeben ist, sondern gemeinsam gestaltet wird – offen für unterschiedliche Wege und Entwicklungen.

Ein weiterer zentraler Aspekt des Forums war die Frage, wie Zugänge zur Teilhabe am Arbeitsleben gelingen können. Hier wurde deutlich: Erfolgreiche Übergänge entstehen durch eine Kombination aus internen und externen Zugängen.


Praxisbeispiele sind unter anderem:

    •   Informationsveranstaltungen für Interessierte und Angehörige
    •   "Mitmachtage"/ Markt der Möglichkeiten an denen Arbeitsbereiche
        erlebbar werden
    •   Veranstaltungen mit regionaler Wirtschaft und Netzwerkpartnern

Besonders hervorgehoben wurden regionale Initiativen wie:

    •   der "Lauf der Vielfalt"

Diese Formate ermöglichen niedrigschwellige Begegnungen und fördern gegenseitiges Verständnis.


Netzwerke als tragende Struktur

Ein gelingendes Übergangsmanagement braucht stabile Beziehungen. Entsprechend stand auch der Aufbau und die Pflege von Netzwerken im Fokus.

Als besonders wertvoll wurden sogenannte "Regionalkenner" beschrieben – Mitarbeitende des Team INklusiv! Gemeinsam arbeiten, die die regionalen Strukturen, Betriebe und Möglichkeiten gut kennen und Verbindungen herstellen können.

Netzwerkarbeit bedeutet dabei:

    •   kontinuierliche Pflege von Kontakten
    •   aktiven Austausch zwischen Trägern, Fachdiensten und Wirtschaft
    •   gemeinsame Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit

Beispiele hierfür sind:

    •   Aktionstage wie der Protesttag zur Gleichstellung
        von Menschen mit Behinderung

    •   regionale Netzwerkveranstaltungen
    •   themenspezifische Kooperationen mit Unternehmen

Weitere inspirierende Ideen aus dem Plenum wurden gesammelt:

    •   Unternehmerfrühstücke und inklusive Mittagspausen
    •   Betriebsbesuche und Unterstützertreffen
    •   Informationsformate mit der Agentur für Arbeit
    •   interne Mitmachtage und Werkführungen


Fazit: Übergänge gemeinsam gestalten


Das erste Forum zeigte eindrücklich: Gelingende Vermittlung in Arbeit beginnt früh – mit einer offenen Klärung, vielfältigen Zugängen und starken Netzwerken.

Der Austausch machte deutlich, dass bereits viele wirksame Ansätze existieren – und dass der gegenseitige Transfer von Erfahrungen ein entscheidender Erfolgsfaktor ist.

Danke an alle, die zum Auftakt dabei waren!


Die Veranstaltungsreihe wird am 30.06.2026 zum Thema Peer Support fortgesetzt – wir freuen uns auf die kommenden Foren und weitere gemeinsame Erfahrungsrunden!


Weitere Themen und Termine der Reihe

    •   Peer Support (30.06.2026, 10-12h)
    •   Personenzentrierte Vermittlung (23.09.2026, 11-13h)
    •   Jobcoaching: Einstieg (27.10.2026, 13-15h)
    •   Jobcoaching: Im Arbeitsalltag (Januar 2027, Details folgen)
    •   Arbeitssicherheit (25.02.2027, 13-15h)
    •   Organisation, Qualität und Nachhaltigkeit (17.03.2027, 13-15h)


Anmeldung

Über unsere Internetpräsenz UN-Konventionell oder direkt über diesen Link.


Teilnahme

Für unsere Mitglieder ist die Teilnahme kostenlos. Nicht-Mitglieder zahlen 50,00 € pro Veranstaltung. Wenn du also öfter teilnehmen möchtest, lohnt es sich definitiv, Teil unseres Netzwerks zu werden – fachlich und auch finanziell.


Fachtagung UN-Konventionell 2026

Das Netzwerk UN-Konventionell e.V ist in den vielen Jahren in Frankfurt am Main weitergewachsen. Nach unserem Besuch an der Universität Würzburg im vergangenen Jahr senden wir in diesem Jahr vom Campus der Evangelischen Stiftung Alsterdorf in Hamburg ein herzliches Moin an alle Inklusions- und Netzwerkfreunde.

Jedes Jahr ein neuer Weg zur Inklusion für unsere Gäste. Denn:


Inklusion benötigt mehr als einen Weg - Persönlichkeitsentwicklung im Sozialraum

Persönlichkeitsentwicklung im Sozialraum gelingt dort, wo Arbeit, Wohnen, Freizeit und Bildung zusammen gedacht und miteinander verknüpft werden. Erst im Zusammenspiel dieser Lebensbereiche entstehen echte Teilhabechancen, stabile soziale Beziehungen und individuelle Entwicklungsmöglichkeiten.

Wie kann das in der Praxis gelingen? Welche Strukturen braucht es und welche neuen Wege müssen wir gehen?

Die Fachtagung lädt Dich ein, genau diesen Fragen praxisnah, kritisch und gemeinsam mit anderen Fachkräften nachzugehen.

In einer Zeit, in der sich Anforderungen an Teilhabe, Bildung und Arbeit stetig verändern, braucht es neue Perspektiven: hin zu individuellen Entwicklungswegen, sozialräumlicher Vernetzung und kreativen Lösungen.

Diese Tagung bietet Dir Raum, um Impulse zu bekommen, Erfahrungen auszutauschen und konkrete Ansätze für Deine Praxis zu entwickeln.


Tag 1: Impulse, Perspektiven und gemeinsames Erleben

Der erste Tag eröffnet unterschiedliche Blickwinkel von drei spannenden Redner*innen zum Thema Inklusion:

    •   Inklusion und Arbeit – Einblicke aus der Praxis und Perspektiven
        aus der Wirtschaft
    •   Inklusion und Wohnen – gelebte Teilhabe im Alltag
    •   Kompetenzorientierte Personalentwicklung – Ressourcen nutzen und stärken

Im Anschluss geht es raus aus dem Tagungsraum:

Bei inklusiven Führungen über den Campus der Evangelischen Stiftung Alsterdorf erfährst Du etwas über die Entstehung der heutigen Stiftung, wie die Zeit während des Nationalsozialismus war und erlebst konkrete Beispiele für sozialräumliche Inklusion – von Arbeit über Gesundheit, Wohnen bis hin zu kulturellen Angeboten. Auf dem Campus der Evangelischen Stiftung Alsterdorf wurde Inklusion einfach mal andersherum betrieben. Vom geschlossenen Anstaltsgelände zu einem Stadtteil für Alle.

Ein gemeinsames Abendessen und Netzwerken mit musikalischer Untermalung des Barner Jazz Workshop aus dem Künstlerkollektiv Barner16 rundet den Tag ab und schafft Raum für Austausch, Vernetzung und neue Kontakte.


Tag 2: Vertiefung, Austausch und konkrete Praxisansätze

Im Mittelpunkt des zweiten Tages steht der gemeinsame Lernprozess.

    •   Austausch von Erfahrungen und Perspektiven
    •   Entwicklung konkreter Lösungsansätze
    •   Übertragung in die eigene berufliche Praxis


Beteilige Dich an zwei Workshops:

Arbeiten im Sozialraum: Wie soziale Träger Unternehmen gewinnen und Zusammenarbeit gestalten können

Wie können Kooperationen zwischen sozialen Trägern und Unternehmen gelingen?
Du entwickelst konkrete Strategien für inklusive Beschäftigung und Zusammenarbeit auf Augenhöhe.

Werkstatt inklusiv im Quartier: Chancen der beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung durch ein inklusives Werkstattsetting

Wie kann ein Werkstattsetting Persönlichkeitsentwicklung und Teilhabe im Sozialraum fördern?
Du arbeitest an praxisnahen Konzepten für inklusive Weiterentwicklung im Quartier.

Sport inklusiv – Inklusion durch Sport: Nötige Sonderwelt vs. echte Inklusion

Welche Rolle spielt Sport für Teilhabe und soziale Netzwerke?
Du erhältst konkrete Impulse, wie inklusive Sportangebote im Sozialraum aufgebaut und genutzt werden können.

Think Tank – Ideenwerkstatt für sozialraumorientierte Lernwelten

Wie können Bildungsangebote individueller, zugänglicher und zukunftsfähig gestaltet werden?
Mit kreativen Methoden wie Design Thinking entwickelst Du neue Ideen für inklusive Bildungsräume.


Die ausführliche Beschreibung der Workshops findest Du hier: Workshops Fachtag 2026


Für wen ist die Tagung gedacht?

Die Fachtagung richtet sich an Dich als Fachkraft – insbesondere, wenn Du...

    •   Bildungs-, Arbeits- oder Wohnangebote gestaltest.
    •   sozialraumorientiert arbeitest oder arbeiten möchtest.
    •   neue Impulse für inklusive Praxis suchst.
    •   Dich vernetzen und austauschen willst.


Das Besondere: Tagung mit Rahmenprogramm

Die Tagung verbindet fachliche Inhalte mit persönlichem Austausch und Vernetzung: Das Abendprogramm mit Essen (exklusive Getränke), Musik und Begegnung ist fester Bestandteil und im Teilnahmebeitrag enthalten.


Organisatorisches


Zeit

    •   10.11.2026, 14:00 Uhr - 21:00 Uhr
    •   11.11.2026, 09:15 Uhr - 16:30 Uhr


Ort

Evangelische Stiftung Alsterdorf, Alsterdorfer Markt 4, 22297 Hamburg


Kosten

Teilnahmebeitrag inkl. Abendprogramm:

    •   249,00 € für Mitglieder
    •   399,00 € für Nicht-Mitglieder


Übernachtungen

Für Übernachtungsgäste empfehlen wir das Hotel Hamburg Airport Flughafenhotel Motel One Design Hotels, Alsterkrugchaussee 455 - 459, 22335 Hamburg, um die Wege kurz zu halten.


Anmeldung

Über unsere Internetpräsenz UN-Konventionell oder direkt über diesen Link.


Wir freuen uns, wenn du dabei bist!


Mit un-konventionellen Grüßen!